AUSGABE: Oktober - Dezember 2019

Poolpflege im Winter

Von Jerome Allen
Das Klima auf Ibiza ist wunderbar und erlaubt uns, etwa sieben Monate im Jahr draußen zu schwimmen. Beim Schwimmen können wir uns im Sommer abkühlen und gleichzeitig ist es eine der besten Möglichkeiten, fit und gesund zu bleiben. Diejenigen, die zuhause über einen eigenen Pool verfügen, genießen diese Vorteile in ganz privatem Ambiente. Natürlich muss der Pool während der Schwimmsaison regelmäßig gesäubert und gepflegt werden. Aber was muss man in den fünf Monaten tun, in denen es für ein Bad im Pool zu kalt ist? Eine gute Poolpflege ist im Winter ebenso wichtig wie im Sommer. Werfen wir einen Blick darauf, was dabei zu beachten ist.

„Richtige Poolpflege ist im Winter ebenso wichtig”

Die Poolpflege basiert auf zwei grundsätzlichen Aspekten: Regelmäßige Reinigung und die richtige chemische Zusammensetzung des Wassers. Darauf muss das ganze Jahr geachtet werden, aber im Winter ist die Prozedur anders. Zur Poolreinigung gehören das Absaugen des Poolbodens, das Abwaschen der Wände und die Instandhaltung des Filtersystems, damit dieses ordentlich arbeiten kann. Im Sommer ist dies ziemlich einfach, nur Produkte wie Sonnencreme können an den Wänden haften bleiben. Im Winter dagegen können durch Regen, Wind und Stürme Staub, Schmutz und Blätter in den Pool gelangen, was die Reinigung erschwert. Sie könnten deshalb darüber nachdenken, Ihren Pool winterfest zu machen, indem Sie ihn außerhalb der Badesaison abdecken. Es gibt Schutzplanen, die speziell dafür entworfen wurden, Sonneneinstrahlung und Algenbildung im Wasser zu verhindern.



Dies führt uns zum zweiten Aspekt der Poolpflege: die Wasserqualität. In den meisten Pools wird diese durch die Zugabe der richtigen Chlormenge erzielt, und es muss darauf geachtet werden, dass der pH-Wert des Wassers in Ordnung ist. Der pH-Wert sagt etwas über den Säure-Basen-Gehalt des Wassers aus, dieser wird anhand einer Skala gemessen, auf der die 7 den komplett neutralen Bereich darstellt. Liegt der Wert unter 7 hat das Wasser einen zu hohen Säuregehalt, liegt er über 7, ist das Wasser zu basisch. In jeder Jahreszeit muss der Chlorgehalt und Säure-Basen-Status korrekt sein und regelmäßig getestet werden. Der pH-Wert sollte zwischen 7 und 7,4 (neutral bis schwach basisch) liegen, der Chlorgehalt zwischen 1,0 und 1,5. Im Sommer können diese Werte stark schwanken, denn die hohen Temperaturen und die starke Sonneneinstrahlung lassen das Wasser verdunsten und mit den Chemikalien reagieren. Doch dies ist im Winter kein Problem.

„Es gibt viele Vorteile, Ihren Pool abgedeckt zu lassen”

Wie oben schon erwähnt, kann die Poolpflege in der Nebensaison durch eine Poolabdeckung erleichtert werden, weil so die Sonneneinstrahlung und die Algenbildung verhindert wird. Man muss nur die chemische Beschaffenheit des Wassers regelmäßig testen, etwas filtern und zudem ein Produkt ins Wasser geben, das die Kalkbildung verhindert. Der Pool sollte immer in gutem Zustand sein, so dass Sie an den ersten warmen Tagen direkt darin schwimmen können. Auch besteht die Möglichkeit, eine spezielle Poolüberdachung zu installieren, wodurch Sie das ganze Jahr im Pool schwimmen können. Normalerweise wird eine Art „Blase“, beziehungswiese Dom über dem Pool geschaffen, der durch Ventilatoren aufgeblasen wird. Wenn das Wasser dann noch beheizt wird, kann man den Pool den ganzen Winter über nutzen. Diese Pooldächer sind leicht zu installieren und zu pflegen. Wer den Pool auch im Winter betreut und abdeckt, beweist zudem einen verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser. Was ein weiterer guter Grund ist, sich für diese Lösung zu entscheiden. Denn wir leben auf einer Insel, auf der das Wasser knapp ist. Wer seinen Pool jedes Jahr leert und wieder auffüllt, verschwendet diese wertvolle Naturressource. Wer das Poolwasser konserviert, zeigt Umweltbewusstsein und spart Geld.