AUSGABE: Dezember - Februar '07

WAS IST FAIR TRADE?








1969 wurde der erste Fair-Trade-Laden in Brenkelen (Holland) eröffnet und 2 Jahre später gab es schon über 120 Läden im ganzen Land.

Fair Trade kauft Ware von kleinen Dritte-Welt-Produzenten, bezahlt dabei 10-15 % über dem normalen Weltmarktpreis und verkauft diese Produkte dann in Solidaritätsläden in reichen Ländern. Außerdem garantiert es den Produzenten eine langfristige Geschäftsbeziehung. Um dies aufrecht zu erhalten, müssen die Produzenten gewisse Kriterien erfüllen:














Angemessene Löhne und Arbeitszeiten, mit Gleichberechtigung von Männern und Frauen.
Keine Ausbeutung von Kindern: Unter 16jährige müssen zur Schule gehen und dürfen nach der Unterrichtszeit nur unter angemessenen Zeit- und Lohnbedingungen arbeiten.
Respektierung der Umwelt: biologischer Ackerbau, Getreidewechsel und natürliche Schädlingsbekämpfung.
Gemeinde-Entwicklung: Sie werden verpflichtet, einen Teil ihres Gehalts in die Wartung und Verbesserung der Infrastruktur der Gemeinschaft zu investieren.




Kurzgesagt: Das Ziel von Fair Trade ist, als ein Kooperationswerkzeug zu dienen, um zur Bekämpfung der Armut in Entwicklungsländern beizutragen, und verarmter Bevölkerung zu helfen, ihrer Abhängigkeit und Ausbeutung zu entkommen.
Die in diesem Bereich aktivsten europäischen Länder sind: Holland, England, die Schweiz und Italien..




Solidaritätsläden funktionieren vor allem dank der freiwilligen Mitarbeiter.







Erika Goddard ist auf Ibiza für Fair Trade zuständig und arbeitet im Solidaritätsladen, den die Deixalles-Stiftung vor fast vier Jahren geöffnet hat, direkt gegenüber dem Consell Insular in Ibiza Stadt. Hier gibt es Gemüse, Reis, Kaffee, Teigwaren, Kekse, Kakao, Schokolade, Getränke, Keramik, Kleidungsstücke, Handtaschen, Geschenke, Schmuck, Kosmetik, Seifen etc.. Fair Trade garantiert die Herkunft all dieser Produkte.