AUSGABE: Februar - März '06

WAS IST MEDITATION?

Dassana



Meditation ist ebenso natürlich wie alle anderen menschlichen Aktivitäten.

Die meisten Menschen führen ein normales, durchschnittliches Leben und nutzen nur einen Bruchteil des Bewusstseinspotenzials, das sie kraft ihrer Zugehörigkeit zum Homo sapiens sapiens entfalten könnten. Meditation hilft, dieses Potenzial zu entwicklen, da sie die Bewusstheit stärkt und damit einhergehend die Kreativität und die Fähigkeit, dem Leben einen Sinn zu geben.










Meditation ist so alt wie die Menschheit selbst und entstand gleichzeitig mit der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins - allerdings wurde sie damals noch nicht Meditation genannt.






Meditation wird im allgemeinen als Import aus dem Osten betrachtet, nicht nur, weil sie erst vor relativ kurzer Zeit im Westen einen solchen Bekanntheitsgrad erlangt hat, sondern weil die meditativen Traditionen im Buddhismus und Hin- duismus so prominent vertreten sind. Für das jüdisch-christliche Abendland kam das einer “Offenbarung“ gleich, denn derzeit war Meditation im Westen eher Bestandteil des privaten oder verborgenen spirituellen Lebens hinter christlichen Klostermauern oder in der geheimen Tradition der jüdischen Kabbala verwurzelt gewesen.
Meditation wurde sowohl im Osten als auch im Westen systematisiert und im Rahmen bestimmter Methoden von einer Generation an die nächste weiter gegeben. Dabei wurden ihre Ziele und Auswirkungen in die Worte und Begriffe der jeweilige Kultur oder Religion ge-kleidet.



Daher kommt es uns manchmal so vor, als beschrieben die unterschiedlichen Meditationssysteme völlig unterschiedliche Realitä-ten. Aber in Wirklichkeit ist das nicht der Fall. Die Verwirrung angesichts der unterschiedlichen Beschrei-bungen darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, worin das Wesen der Meditation eigentlich besteht: in der Entfaltung des menschlichen Bewusstseinspotenzials. Zu diesem Potenzial gehört auch das, was seit Anfang der Ge-schichte einen Teil des Mysterium Mensch ausmacht: das Transzendente oder Göttliche. Dieses Transzendente bildet den Kern jenes Entwicklungsprozesses, den wir Meditation nennen.
Als Homo sapiens sapiens oder „doppelt-weise“ Menschen haben wir die Fähigkeit, zu wissen, dass wir wissen. Wenn wir uns an dieser wissenschaftlichen Bezeichnung orientieren, könnte unser grund-legendes Ziel als Spezies die Erkenntnis sein, dass wir – sowohl individuell als auch kollektiv – das Potenzial zur doppelten Weisheit besitzen.
Wie äußert sich diese „doppelte Weisheit“?
Menschliche Wesen haben nicht nur die Fähigkeit, „zu wissen“, sondern auch die Fähigkeit, den Spiegel des Wissens umzudrehen und sich selbst reflexiv zu betrachten. Wir können beobachten, wie wir beobachten.
Ein Prozess, der sich im Herzen der Meditation wieder findet.

Dassana leitet seit 15 Jahren Meditationsseminare auf Ibiza, in Holland und Deutschland.
Info:
 







Dassana leitet Meditationsseminare auf Ibiza, in Holland und Deutschland.

www.meditationincelebration.com








Teil II: “Von der Raupe zum Schmetterling” in der April/Mai-Ausgabe.