AUSGABE: Dezember '05 - Januar '06

DAS SALZ VON LAS SALINAS

MARIA







Salz ist lebensnotwendig für uns Menschen und für die Völker der Antike war es einst kostbar wie Gold.
Als ca.700 v. Christus die Phönizier in Ibiza Einzug hielten, erschloss das clevere Handelsvolk nicht nur einen neuen Umschlagplatz für das Geschäft mit Luxusgütern aus dem Nahen Osten. Sie fanden auch die perfekten Gegebenheiten vor, um Salz, ein damals hochgeschätzter Rohstoff, zu produzieren. Dieses Gut war unverderblich, leicht zu transportieren und vielseitig verwendbar.




Auch brauchte man es zur Herstellung von Salzón, einem Trockenfisch, der damals als Delikatesse gehandelt wurde. So bauten die Phönizier große Anlagen zur Gewinnung von Salz. Sie leiteten das Meerwasser durch Kanäle in ein separates Becken, damit das Wasser verdunsten konnte. Sobald der größte Teil der Verdunstung statt gefunden hatte, wurde der Rest des Wassers in ein seichteres Becken geleitet, um dort ganz zu verdunsten. Übrig blieb nur das Salz, das durch harte körperliche Arbeit ausgehoben und zur Weiterverwendung präpariert wurde.










Auch unter römischer Herrschaft blühte die Salzproduktion in Ibiza, da sich die Römer über die Kostbarkeit dieses Gutes sehr wohl bewusst waren. Das Wort „Salario“ (zu deutsch Lohn) kommt von Salz, da man früher die Arbeiter in Salzrationen bezahlte.
Die Salzfelder von Salinas waren über Jahrhunderte kommunaler Besitz. Dies änderte sich im 13. Jahrhundert als die Katalanen Ibiza eroberten. Es gab viele Unstimmigkeiten unter den Eroberern über den Besitz der Salzanlagen.




Im Jahre 1715 wurden die Salinen in Folge des damaligen Erbfolgekrieges als Kriegsbeute genommen. Letztendlich wurden sie im Jahre1817 vom Staat an eine Privatgesellschaft verkauft, in deren Besitz sie sich heute noch befinden. Jährlich werden ca. 50.000 Tonnen Salz produziert, welches zum größten Teil nach Nordeuropa verkauft wird. Ein kleiner Teil bleibt in Ibiza und wird zu Tafelsalz verarbeitet.
Heute noch kann man die einzigartige Salzgewinnung in den Salinen beobachten.









 
 
 
 

MARIA