AUSGABE: April - Juni 2015

DAS MÄCHTIGE MAGNESIUM

Cat Weisweiller
Eine neue aufreibende, unsere Gesundheit und unser Immunsystem stark belastende Sommersaison steht vor der Tür, deshalb möchten wir Ihnen einige nützliche Gesundheits-Tipps geben. Zu diesem Zweck konsultierten wir Sven Sommer, einen hochqualifizierten Homöopathen, der zwischen Ibiza und Deutschland hin und her pendelt.
 
Sven begegnete der Homöopathie, bei der nur Miniaturdosen verabreicht werden und man dem Prinzip folgt „Ähnliches durch Ähnliches zu heilen“, anfänglich mit einer gehörigen Portion Skepsis. „Ich hatte einen wissenschaftlichen Hintergrund. Es hieß, die Homöopathie sei eine alles überragende Heilmethode für jegliche Beschwerden, aber ich fragte mich, wie diese winzigen Dosierungen, die verabreicht werden, überhaupt dauerhafte Resultate bringen können“, erzählt er. Erst nachdem er intensive Studien der Medizin, der Psychologie, der Ernährungswissenschaft sowie anderer komplementärer Therapien abgeschlossen und seine eigene ganzheitliche Behandlungsmethode entwickelt hatte, sammelte er damit persönliche Erfahrungen und erkannte die atemberaubende Effizienz dieser alternativen Heilmethode. Seitdem hat er 15 Bücher, ein Teil davon Bestseller, über das Thema geschrieben.
 
In seiner Praxis tauchen zwei sehr einfache, aber wesentliche Themen immer wieder auf: Dehydration und Magnesiummangel. Sollten seine Patienten beispielsweise über Kopfschmerzen klagen, würde er zuerst immer diese Mangelerscheinungen überprüfen. Deshalb werden wir uns in dieser Ausgabe mit dem Magnesium beschäftigen. Magnesium ist elementar für die Gesundheit unseres Körpers. Vor allem für unser Herz, unsere Leber oder unsere Muskeln. Magnesium sei „ebenso wichtig, vielleicht gar noch wichtiger als Kalzium“, urteilt Sven.
 
Dennoch erkennen die meisten konventionellen Ärzte einen latenten Magnesiummangel bei ihren Patienten nicht. Dies führt oft zu erschreckenden Fehldiagnosen. Und selbst wenn sie dieser Diagnostik folgen würden, kann ein solcher Magnesiummangel mit den bisher existierenden medizinischen Analysemöglichkeiten nur schwer festgestellt werden.
 
Leider sorgt unser moderner Lebensstil für einen zunehmenden Magnesiummangel. Schuld daran sind Alkohol, Antibiotika, Koffein oder Stress. Hinzu kommt, dass unser Ackerland immer ausgelaugter ist, wodurch es unmöglich wird, den Magnesiumhaushalt unseres Körpers zu steigern, ohne auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. „Sobald der Magnesiumgehalt in unserem Körper unter die Mindestgrenze fällt, und dies betrifft praktisch alle Menschen, die älter als 40 Jahre sind, ist es so gut wie unmöglich, das Level einfach nur durch den Verzehr magnesiumhaltiger Lebensmittel (Nüsse, Grünzeug oder Vollkornprodukte) zu erhöhen. An diesem Punkt geht kein Weg an Ergänzungsmitteln vorbei”, erklärt Sven.
 
SYMPTOME BEI MAGNESIUMMANGEL
Laut Sven sind die ersten Indikatoren, die sich bei seinen Patienten zeigen, oft Kopfschmerzen oder Muskelkrämpfe (meist in den Waden) – oder beides. Hinzu kommt eine lange Liste weiterer potentieller Symptome: Müdigkeit, Energiemangel, Schwächegefühl, Schlaf- und Einschlafstörungen, Muskelschmerzen, Reizbarkeit, Nervosität, Angstzustände, Verwirrung, gemindertes Erinnerungsvermögen, geschwächte Sehkraft, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Händen und Füßen, blaue Flecken, die nur langsam heilen, Ticks im Gesicht, andauerndes Augenzucken, Schwindelanfälle, Muskelkrämpfe, Zuckungen, Menstruationsbeschwerden, Menstruationskrämpfe, hormonelles Ungleichgewicht sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Im Wesentlichen sind all die Symptome gemeint, die ein alarmierendes und generelles Krankheitsgefühl hervorrufen.
 
Sobald Sie durch einen kompletten Gesundheitscheck andere ernstere Erkrankungen ausschließen können, sollten Sie deshalb ergründen, ob ein Magnesiummangel die Ursache für ihre Gesundheitsprobleme sein könnte.
 
MAGNESIUM-ERGÄNZUNGSMITTEL
Sollten Sie an einer ernsten Krankheit leiden, vor allem, wenn diese mit Ihrer Nierenfunktion zu tun hat, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie Magnesium-Ergänzungsmittel einnehmen. Magnesium-Ergänzungsmittel sind in Apotheken oder gut sortierten Reformhäusern erhältlich. Lesen Sie den Beipackzettel aufmerksam. Als Faustregel empfiehlt Sven eine tägliche Magnesiumdosis von 200 bis maximal 400 mg, diese sollten Sie über den Tag verteilt in zwei oder drei Dosen zu sich nehmen. Mit oder ohne Essen. Sobald die Symptome schwinden, sollten Sie die Dosis reduzieren und die Einnahme schließlich ganz stoppen. Sollte es Anzeichen geben, dass Sie eine zusätzliche Dosierung benötigen könnten, wiederholen Sie die Prozedur. Aber nehmen Sie das Magnesium nie länger als 4-6 Wochen ein, ohne zwischendurch eine Pause von zwei Wochen einzulegen. 
 
Manchmal können bestimmte Präparate oder Dosierungen Durchfall auslösen. Falls dies geschieht, besteht kein Grund zur Beunruhigung, reduzieren Sie die Dosis einfach, passen Sie diese an die Bedürfnisse Ihres Körpers an.
 
WAS TUN, WENN KEINE BESSERUNG EINTRITT?
Sollten Sie an Magnesiummangel leiden und entsprechend deutliche Symptome haben, lässt sich generell sagen, dass Ihr Zustand sich innerhalb weniger Tage verbessern müsste. Aber selbst wenn Sie nach einigen Tagen noch keine wesentliche Verbesserung feststellen können, muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass das Magnesium-Ergänzungsmittel für Sie nicht die Lösung ist. Denn es könnte sein, dass Ihr Körper Hilfe benötigt, um das Magnesium absorbieren zu können. In diesem Fall empfiehlt Sven zusätzlich *Magnesium Phosphoricum mit dem Wirkstoffgehalt 5 CH (6 DH oder D6, je nachdem in welchem Land Sie es kaufen). Nehmen Sie dreimal am Tag drei Pillen ein, die Sie unter der Zunge auflösen. Immer zehn Minuten bevor Sie essen, trinken oder sich die Zähne putzen. So vermeiden Sie, dass die Wirksamkeit des Präparates beeinflusst wird. In Einzelfällen kann es auch passieren, dass das Magnesium-Derivat, für das Sie sich entschieden haben, nicht optimal für Sie geeignet ist. Dann ist es ratsam, einen qualifizierten Homöopathen, Kräuterkenner oder Ernährungsexperten hinzuzuziehen, der Sie beraten kann. 
 
*Sven empfiehlt Magnesium Phosphoricum außerdem bei Schlaf- oder Einschlafstörungen: Geben Sie 5 Pillen in eine Tasse heißen Kamillentee, trinken Sie ihn kurz vor dem Schlafengehen. Sobald Ihre Schlafprobleme abnehmen, stoppen Sie die Einnahme. Oder legen Sie nach 4-6 Wochen eine Pause ein.
 
Dieser Artikel soll lediglich Ihrer Information dienen, Sie sollten diese Informationen nicht als medizinischen Rat oder Anweisung betrachten. Was Sie tun oder lassen, sollte nicht allein auf dem Inhalt dieses Artikels beruhen, besser, Sie konsultieren einen Gesundheitsexperten. Egal, um welche Aspekte der Gesundheit und des Wohlbefindens es geht.