AUSGABE: Februar - April 2015

Ein Domizil auf den Balearen als optimales Investitionsobjekt

Texto: Gerboth & Partner, European Layers

Ein malerisch gelegenes Haus auf den Balearen ist der Traum vieler Familien. Neben einem Ort der Entspannung und Erholung in den Sommermonaten und der Möglichkeit der Flucht vor den niedrigen Temperaturen in der kalten Jahreszeit, bietet ein spanisches Domizil die Möglichkeit, Geld stabil anzulegen. Es dient auf diesem Wege der Sicherung des Vermögens.
 




Eine Finca auf dem Land
Für viele Europäer ist eine ländlich gelegene Finca ein reizvolles Investitionsobjekt. Die urigen Häuser auf den oftmals großzügigen Grundstücken unterstreichen durch ihre unverwechselbare Architektur und Ausstattung den südlichen Lebensstil Spaniens.
 
Bei Erwerb dieser Immobilien ist zu beachten, dass viele dieser Bauten auf den Balearen ohne die erforderliche Baugenehmigung errichtet wurden und vom Abriss durch die Gemeinde bedroht sind. Doch selbst wenn der illegale Bau schon mehr als acht Jahre zurückliegt und der Verstoß gegen die Bestimmungen des Baurechts somit mittlerweile verjährt ist und die Behörden den Abriss nicht mehr bestimmen dürfen, haftet die Illegalität der betroffenen Immobilie dauerhaft an. Es ist dem Eigentümer der Finca in diesem Falle beispielsweise nicht möglich eine Bewohnbarkeitsbescheinigung zu erhalten. Folglich ist er damit auch nicht in der Lage den Anschluss an das Strom- und Trinkwassernetz herzustellen.
 
Durch die im vergangenen Jahr erfolgte Reformierung des Rechts zur Nutzung von Grund und Boden ist es jetzt jedoch möglich geworden, Schwarzbauten innerhalb der kommenden drei Jahre nachträglich zu legalisieren. Dadurch erfährt die Finca einen erheblichen Wertzuwachs. Außerdem können durch die Beseitigung des Makels Baugenehmigungen für Umbaumaßnahmen problemlos erlangt werden, zum Beispiel für den Bau eines Pool oder einer Garage.






Ein Traumhaus an der Küste
Eine Immobilie an der Küste, egal ob auf Ibiza oder einer anderen der Baleareninseln, ist in Europa eine der wertstabilsten Anlagemöglichkeiten für private Investoren. Dies gilt vor allen Dingen dann, wenn das Haus in erster Meereslinie liegt. In den vergangenen Jahren konnten von Immobilienexperten kaum Preisrückgänge dieser Anlageobjekte festgestellt werden. Mit einem Wertverlust hat ein Käufer deswegen grundsätzlich nicht zu rechnen.
 
In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass für derart pittoresk gelegene Immobilien die Regelungen des spanischen Küstengesetzes Anwendung finden. Diese teilen den gesamten Küstenbereich in verschiedene Zonen ein, für die unterschiedliche Voraussetzungen für die Bebauung vorgesehen sind. Die Regelungen betreffen ebenfalls bereits errichtete Häuser, so dass auch Erwerber von Immobilien durch das Gesetz betroffen sind. In einem Bereich von in der Regel bis zu 100 Metern gemessen ab der Wasserlinie ist es in einigen Zonen, dem sogenannten Küstenschutzgebiet, beispielsweise untersagt, ein Gebäude zu errichten. Der Standort des Traumhauses könnte demnach im Widerspruch zum geltenden Recht stehen und damit illegal sein. Dieser Umstand könnte verwaltungsrechtliche Sanktionen nach sich ziehen. Des Weiteren bestimmt das Gesetz unter anderem, dass bauliche Veränderungen eines an der Küste befindlichen Hauses nicht dessen Höhe und Breite betreffen dürfen.





 
Um Ihre persönlichen baulichen Vorstellungen im Einzelfall realisieren zu können, ist es ratsam die rechtlichen Möglichkeiten vor dem Erwerb der Immobilie durch einen Rechtskundigen prüfen zu lassen, um böse Überraschungen zu vermeiden.