AUSGABE: Juni - August 2014

Energiemedizin

Von Jerry Brownstein
Ein vor kurzem abgehaltener internationaler Ärztekongress lieferte überzeugende Beweise dafür, dass die Akzeptanz von Energiemedizin durch die klassische Medizin einen kritischen Wendepunkt erreicht hat. Das beherrschende Thema bei der Jahresversammlung des Institute of Functional Medicine war “Illuminating the Energy Spectrum” [Ausleuchten des Energiespektrums], und viele Workshops behandelten das Thema in einem breitgefächterten Angebot an verschiedenen Energietechniken: Reiki, Reconnection, Quantum Touch, Eden Energy Medicine und viele mehr. Noch vor wenigen Jahren wäre dies undenkbar gewesen, und es zeigt, wie schnell diese neuen Heilmethoden ihren Weg in den Mainstream der modernen Medizin finden. Dr. Norman Shealy, ein weltweit anerkannter Neurochirurg und Psychiater, der an der Spitze dieses Trends steht, fasst es so zusammen: ”Energiemedizin ist die Zukunft der Medizin schlechthin.”


Was ist nun eigentlich Energiemedizin, und wie wird deren Akzeptanz unser Leben verändern? Es gibt mehr als 60 Arten von Energieheilungstechniken – manche mit Handauflegen, andere ohne. Alle basieren auf dem Wissen, dass Veränderungen im Energiefeld des Körpers sich stark auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken. Das menschliche Energiefeld – auch bekannt als das Biofeld – besteht aus Energiekanälen (Meridiane) und Energiezentren (Chakras). Dieses Energiesystem entspricht den verschiedenen Teilen unseres dichteren, physischen Körpers: den Nervenpunkten, Drüsen, Innenorganen, Kreislauf etc. Wenn unsere Energien blockiert werden oder aus dem Rhythmus geraten, sei es durch emotionalen Stress oder physische Traumata, drückt sich dies in Problemen bei den entsprechenden Zonen des physischen Körpers aus. Wir fühlen Krankheitssymptome, unser Immunsystem wird schwächer… wir sind empfänglicher für Viren und Infektionen… wir fühlen uns schlecht und werden depressiv. Ein Energiemediziner ist dafür ausgebildet diese Blockaden zunächst aufzuspüren und dann Behandlungen anzuwenden, die ganz spezifisch darauf abgezielt sind, den Energiefluss und damit auch ein gesundes Gleichgewicht wiederherzustellen.


Eine der Vortragenden dieses kürzlich stattgefundenen Ärztekongresses war Donna Eden, eine Pionierin auf diesem Gebiet, und die Gründerin der Eden Energy Medicine. Sie hob hervor, dass die wachsende Akzeptanz der Energiemedizin besonders wichtig in der heutigen Welt sei. Ihrer Aussage nach hatten “… unsere Körper nicht genügend Zeit, sich an die schnellen Veränderungen unserer Lebensweise anzupassen, die der Stress des modernen Lebens bewirkt – wozu auch das Ausgesetztsein an den von den neuen Technologien erzeugten elektromagnetischen Wellen gehört. Energiemedizin lehrt die Menschen Techniken, die ihre geschwächten, gestörten oder unausgeglichen gewordenen Energien wieder aufbaut.”

Die westliche Medizin hat lange gebraucht um zu akzeptieren, dass diese feinstofflichen Energien zur Heilung genutzt werden können, andere Kulturen arbeiten indes bereits seit Jahrhunderten damit. Eingeborene Stammesheiler, das indische Ayurveda und die Traditionelle Chinesische Medizin arbeiten alle direkt mit dem Körper als Energiesystem. Eine der ersten dieser traditionellen Heilmethoden, die im Westen akzeptiert wurden, war die Akupunktur, die mit feinen Nadeln bestimmte Bereiche der Haut stimuliert, die sogenannten Akupunkte. Es gibt mindestens 360 dieser Punkte entlang der Energiekanäle, die, wenn sie aktiviert werden, heilende Energie zu der betroffenen Bereichen senden. Lange Zeit wurde die Akupunktur von der Schulmedizin verspottet, aber nach vielen Jahren erfolgreicher Behandlung und zahlreichen wissenschaftlichen Studien fand sie schließlich ihre verdiente Anerkennung. Dieser langsame Fortschritt hin zu einer weiter verbreiteten Akzeptanz ist vergleichbar mit dem, was derzeit mit anderen Energieheilungsmethoden geschieht.

Die Suche nach einer wissenschaftlichen Grundlage für Energiemedizin war und ist Gegenstand zahlreicher Studien, deren Bemühungen schließlich zu einem kritischen Wendepunkt geführt haben. Dr. James Oschman schreibt in seinem Buch “Energiemedizin: Die wissenschaftliche Grundlage”, dass inzwischen ausreichend hochqualifizierte Forschung in führenden wissenschaftlichen, biomedizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wird, um eine wachsende Anzahl konventioneller Ärzte davon zu überzeugen, dass Komplementär- und Alternativtherapien die eigentliche Medizin sind. Dr. Oschman sieht eine glänzende Zukunft für Energieheilung voraus: ”Wenn ich die Geschichte der Medizin betrachte, gibt es Zeiten ohne nennenswerten Wandel, und dann wiederum gibt es große Durchbrüche. Ich glaube, dass die Ankunft der Energiemedizin einen weiteren Meilenstein darstellt.”


Unser Körper ist ein Wunder. Er besteht aus über 50 Billionen Zellen, die tagaus tagein unermüdlich die zahllosen komplexen Aufgaben erledigen, die uns am Leben und gesund erhalten. Dieser kosmische Tanz folgt einer perfekten Choreographie, um optimale Gesundheit zu gewährleisten und jede Form von Krankheit zu überwinden. Ziel der Energiemedizin ist es, diesen natürlichen Prozess zu unterstützen, und zwar durch das Aktivieren der Selbstheilungskräfte, die in den Energiekanälen des Körpers schlummern. Unser derzeitiges Gesundheitssystem ist primär auf Krankheitsmanagement ausgerichtet, und die Behandlung der Symptome erfolgt auf einem rein physischen Niveau. In dem Maße, in dem Alternativtherapien größere Anerkennung finden, wird vor unseren Augen ein neues Heilungsmodell entstehen, das gekonnt die neuesten technologischen Errungenschaften mit dem Verständnis vom Energiesystem des Körpers miteinander verbindet. Dieser integrierte Ansatz lenkt den Fokus der modernen Medizin weg von der Behandlung von Symptomen hin zur Förderung natürlicher Gesundheit und Wohlbefindens. •