AUSGABE: Februar - April 2013

Wie man eine gute Business-Webseite kreiert

Text: Cila Warncke
 

Wozu braucht man eine Webseite?
Eine gute Webseite ist ebenso notwendig für ein Unternehmen wie die Ware oder der Firmenname über der Ladentür. Im Zeitalter der universellen Smartphones ist das Internet der erste Ort, an dem Leute nach Produkten oder Serviceleistungen suchen. Dort vergleichen sie auch Preise, finden Shops, checken deren Öffnungszeiten oder stellen Fragen. Ohne eine Webseite ist auch das erfolgreichste Unternehmen für eine große Anzahl potentieller Kunden unsichtbar. Gleichzeitig verpasst man eine ausgezeichnete Chance seinen Verkauf anzukurbeln, einen guten Ruf und Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Egal, ob Sie ein selbständiger Hundesitter, ein Musiker, Ladenbesitzer oder der Präsident einer großen Kooperative sind, eine aussagekräftige Webseite ist für jedes Unternehmen eine Notwendigkeit.

 


 
1. Das Einrichten der Seite
Der erste Schritt besteht darin, sich für das Format zu entscheiden, das am besten für das Unternehmen taugt. Man muss seine Prioritäten ausloten: Wollen Sie Ihre Produkte im Internet verkaufen? Wollen Sie die Leute über Ihre Serviceleistungen informieren? Wollen Sie eine Galerieseite kreieren, um ihre Kunstobjekte zu präsentieren? Oder wollen Sie eine ganz neue Kundengruppe ansprechen? Sobald Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie wollen, gibt es unzählige Möglichkeiten, eine aktuelle Webseite aufzubauen. Sie können einen professionellen Web-Designer engagieren, der eine kundenspezifische Seite aufbaut. Was sich beispielsweise für komplexe Seiten im Bereich Online-Verkauf anbietet. Wer hingegen eine einfache Seite möchte, kauft einfach einen Domainnamen und schließt einen Hosting-Vertrag mit einem der vielen Unternehmen wie godaddy.com oder namecheap.com ab. Auch kann man kostenlose Templates benutzen, um die Seite gestalten. Noch einfacher ist es, eine Plattform wie Wordpress zu benutzen, mit der die Gestaltung einer Webseite sofort durchgeführt werden kann. Ein Tipp: Vermeiden Sie Flash-Effekte. Diese sind zwar aufgrund der stylishen Grafiken ein beliebtes Gestaltungswerkzeug, aber Google unterstützt keine Flash-Seiten und außerdem funktionieren sie weder auf iPhones noch auf iPads.
 
2. Inhalt
Egal, was man vermarkten möchte, die Webseite sollte eine Beschreibung des Produktes oder des Services enthalten, sowie die wichtigsten Basisinformationen wie Adresse und Ortsbeschreibung, Telefonnummern, Öffnungszeiten und ein Feedback-Formular. Wenn man darüber nachdenkt, was sonst noch notwendig sein könnte, sollte man all das hinzufügen, was dazu beitragen kann, Kunden zu gewinnen und in der Google-Liste vorne mit dabei zu sein. Denken Sie darüber nach, was den Internet-Surfer interessieren könnte. Wenn Sie eine Boutique betreiben, sollten Sie Updates über Fashion-Trends posten, oder Informationen über neue Ware oder berühmte Leute, die ihre Marken tragen. Restaurant-Betreiber können Rezepte einbinden und Tipps über Essen, Weine oder Saisonmenüs geben. Auch ein multimedialer Inhalt wie Audio- und Videobeiträge oder Fotogalerien können die Anzahl der Website-Besucher erhöhen.




 
3. User-Erfahrung
Es spielt keine Rolle, welches Format oder welche Größe ihre Seite hat, wichtig ist, dass sie professionell aussieht und benutzerfreundlich ist. Menschen sind ungeduldig. Die durchschnittliche Verweildauer eines Users auf einer Webseite liegt unter einer Minute, viele User verlassen sie sogar schon nach wenigen Sekunden – und nichts schreckt mehr ab, als langsam ladende Webseiten, Nachrichten über Fehlfunktionen oder eine armselige Präsentation. Wenn Sie wollen, dass die Internet-User mehr Zeit auf Ihrer Seite verbringen, dann gestalten Sie diese so interessant und einfach wie möglich. Man sollte zudem überprüfen, ob die Seiten bei verschiedenen Servern korrekt laden, dass alle Links funktionieren und die Hauptinformationen wie Kontakte, Adressen und Öffnungszeiten schnell zu finden sind. Was das Design angeht, sollten die Fonts und Menüs klar strukturiert sein und es sollte ansprechende Fotos geben. Wenn es um ein Unternehmen auf Ibiza geht, ist Vielsprachigkeit eine exzellente Möglichkeit, um für eine größtmögliche Verbreitung zu sorgen.
 
4. SEO & Google-Rankings
SEO steht für „Search Engine Optimisation“, hierbei geht es darum, Ihre Seite für Suchmaschinen wie beispielsweise Google sichtbarer zu machen. Viele Unternehmen verkaufen SEO-Servicelesitungen, die Ihre Seite über mystische Mittel im Ranking nach vorne bringen soll. Google ist diesbezüglich jedoch clever und akutalisiert die Such-Algorithmen regelmäßig. Dies bedeutet, dass Ihre Seite womöglich ganz am Ende landen könnte, falls Sie versuchen zu betrügen. Wichtig fürs Google-Ranking ist vor allem der Inhalt. Wer zusätzliche Informationen bietet, die mit dem Unternehmen verbunden sind, kann darauf hoffen, dass die Algorithmensuche ihn im Ranking weiter nach vorne bringt, da die Webseite als originell und zuverlässig eingestuft wird. Nehmen wir beispielsweise an, Sie wollen ein Tauchzentrum bewerben, dann sollten Sie Artikel über die Unterwasserwelt einbinden, technische Infos zum Equipment, Wetterinformationen, aktuelle Berichte und informative Artikel. All das wird die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Internet-Surfer auf Ihrer Webseite bleiben, wenn sie nach Informationen übers Tauchen suchen. Wichtig ist außerdem, dass man der regulären Seite immer aktuelle und relevante Inhalte hinzufügt.





 
5. Werbung & soziale Netzwerke
Das Ziel von Werbemaßnahmen ist immer, das Unternehmen bekannt und erfolgreich zu machen. Um dies zu erreichen, müssen die Webseite und andere Werbemaßnahmen harmonisch aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig unterstützen. Wer eine Webseite kreiert hat, sollte diese deshalb zusätzlich durch Visitenkarten, Flyer, Plakate und Werbung im Laden bekannt machen. Denn Sie wollen schließlich, dass die Leute ihre Web-Adresse kennenlernen, und nur so können Kunden Ihre Webseite auch besuchen, Sie mit Freunden teilen oder direkt online einkaufen. Mundpropaganda hat übrigens eine größere Wirkung als gewöhnliche Werbung. Falls Menschen Ihren Service schätzen, werden sie ihre Zufriedenheit auch online zeigen und sie weiter empfehlen. Auch die sozialen Netzwerke Google+, Facebook, Twitter und Linkedin sind exellente Wege, um Ihre Präsenz im Internet zu stärken. Und sie kosten nichts. Falls Sie eines dieser Werkzeuge nutzen, präsentieren Sie die entsprechenden Icons gut sichtbar auf Ihrer Seite. So ermutigen Sie potentielle Kunden Sie direkt zu kontaktieren, sie können die Informationen austauschen und sich darüber äußern, ob Sie ihr Unternehmen mögen.