AUSGABE: Dezember - Februar 2014

Reiki - Eine heilende Berührung

Text: Cat Weisweiller

Reiki ist eine uralte japanische Heilmethode durch Handauflegen. In Japan wurde dieses System im frühen 20. Jahrhundert vom angesehenen Wissenschaftler Dr. Mikao Usui wiederentdeckt. Hayawo Takata brachte die Methode 1937 in den Westen. Statt sich operieren zu lassen, suchte Hayawo Takata während einer Japanreise in-stinktiv in einer japanischen Reiki-Klinik Hilfe. Sie konnte vollkommen geheilt werden, das überzeugte sie und sie begann ein mehrjähriges intensives Studium dieser Technik. Später gab sie ihr Wissen an andere weiter.
 
Reiki unterstützt den Heilungswunsch und die Selbstheilungskräfte, die in jedem Menschen schlummern. Existiert zwischen dem Patienten und dem Praktizierenden ein fundamentales Vertrauen, kann es zu wundersamen Heilungen kommen. Reiki (auch bekannt als „Liebe und Licht“) bedeutet universelle Lebenskraft. Damit ist die Energie gemeint, die um uns herum existiert und die alle lebenden Organismen nährt. Beim Reiki wird diese vitale Energie „angezapft“ und in ihrer puren und kraftvollen Form in den Patienten gechannelt.
 

 
In den vergangenen Jahren ist Reiki aus dem Schatten herausgetreten und zum Trend geworden. Dank der einfachen Anwendung und der erstaunlichen Effizienz, die ohne große Anstrengung erzielt werden kann, wird diese Technik immer beliebter. Mittlerweile wird Reiki nicht nur in vielen Krankenhäusern, Altenheimen und anderen medizinischen Servicebereichen angeboten, man ermutigt das Pflegepersonal sogar, diese kraftvolle Praxis zu erlernen, da sie nicht nur der Vervollständigung der eigenen Ausbildung dienen kann, sondern auch das Wohlbefinden der Patienten steigert. Kommt hinzu, dass auch offizielle, unter strengen Prüfbedingungen stattfindende Untersuchungen, kategorisch bewiesen haben, dass Reiki Schmerzen und Angstzustände lindert.
 
In ihrer ganzheitlichen Form behandelt die Technik die emotionalen, physischen und spirituellen Bereiche gleichzeitig, denn man geht davon aus, dass alle Ebenen miteinander verbunden sind. Die Wurzeln einer Erkrankung liegen nämlich weitaus tiefer als die körperlich sichtbaren Symptome. Reiki wird nicht nur angewendet, um Krankheiten zu heilen, viele nutzen diese Methode auch zur Vorbeugung. Ganz so als würde man bei seinem Auto regelmäßige Service-Checks durchführen lassen. Es kann Wunder wirken und das Immunsystem stärken, wenn man seine Chakras regelmäßig ins Gleichgewicht bringen und seine Meridiane reinigen lässt. Diejenigen, die Reiki-Sessions in Anspruch nehmen, fühlen mehr Frieden und Schutz, sie sehen ihre Umwelt klarer und positiver. Ganz so, als würde man Spinnweben beseitigen und die Welt in höherer Auflösung betrachten. Auch für diejenigen, die zur Depression neigen, denen es an Zielen und Perspektiven fehlt, kann Reiki hilfreich sein. Zudem ist bewiesen, dass Reiki Schmerzen und Angstzustände lindern und eine entscheidende Rolle bei chronischen Erkrankungen der Gelenke, des Rückens und der Muskeln spielen kann. Die Entspannung, die durch eine Session ausgelöst wird, mindert die körperlichen und mentalen Qualen eines Patienten, gleichzeitig werden in vielen Fällen Schlaflosigkeit und andere Probleme gelindert, die mit Angstzuständen verbunden sind. Durch all diese profunden energetischen Qualitäten ist Reiki eine hervorragende Alternative für all diejenigen, die zu sensibel sind für andere intensivere Massagetechniken.
 

 
Reiki ist ein geschütztes und selbsttätiges System, denn die Energie wird instinktiv dorthin fließen, wo sie gebraucht wird. Der Reiki-Praktizierende ist nur ein Vermittler zwischen der Energiequelle und seinem Patienten. Es gibt bei der Reiki-Ausbildung drei Niveaus (Grade): Bei der Stufe 1 wird dem Schüler beigebracht sich selbst, seine Freunde und Familienmitglieder zu behandeln, die Stufe 2 ist geeignet für diejenigen, die Reiki professionell anwenden möchten, Stufe 3 hat Meister-Niveau und dient allen, die ihr Wissen über Reiki vertiefen und andere Menschen unterrichten wollen.
 
Als Faustregel gilt, je höher das Niveau des Praktizierenden, um so stärker ist das Erlebnis für denjenigen, der die Reiki-Session empfängt. Natürlich gibt es bei dieser Regel auch immer Ausnahmen, aber eines ist sicher: Reiki kann keinen Schaden zufügen. Egal, in wessen Hände man sich begibt. Wer also eine Reiki-Session ausprobieren möchte, sollte dar-auf achten, dass der Praktizierende mindestens eine Ausbildung der Stufe 2 hat, aber bei allem anderen sollte er einfach der Stimme seines Herzens und seiner Seele folgen.
 
Eine Session dauert zwischen 30 und 90 Minuten, dies hängt sowohl vom Praktizierenden als auch von den Bedürfnissen des Patienten ab. Man behält seine Kleidung an und wird entweder sitzend oder liegend behandelt. In der Regel wird die Reiki-Energie durch eine Serie von unterschiedlichen Handpositionen gechannelt, bei denen der Körper entweder berührt wird oder nicht. Jeder erlebt eine Session auf andere Art und Weise, aber es kann passieren, dass man Farben sieht oder Wärme und ein Kribbeln fühlt, an der Stelle, an der der Praktizierende gerade arbeitet. Aber eines ist sicher: Jeder wird eine tiefes Gefühl von Ruhe und Entspannung fühlen, während der Session und auch danach. •