AUSGABE: Juni - August 2011

SINTONIZART. Grenzenlose Imagination

Texto: Jordi Canut Martin











Kio Aubà versucht immer, durch die Kunst mit sich selbst in Einklang zu sein. Vor einigen Jahren gründete der Kreativ-Direktor deshalb „Sintonizart“, ein neues künstlerisches Projekt, das er schließlich gemeinsam mit Produktionsleiter Andrey Ramos in die Realität umsetzte. Kreative Bereiche zu erforschen und weiterzuentwickeln, das ist das Ziel der Produktionsfirma, verschiedene Ausdrucksformen wie Tanz, Zirkus, Theater etc. werden dabei genutzt. Die Unterhaltung ist ihr Aufgabenbereich, deshalb verwenden sie Visitenkarten, auf denen zu lesen ist: „Kreative Lösungen für Events“. Dank des Fortschritts der neuen Technologien können Kio und seine Kollegen auf alle möglichen Werkzeuge zurückgreifen, um ihre innovativen Performances mit größtmöglichem Ausdruck, speziellen Effekten und Farbe auf die Bühne zu bringen. Bei jedem Projekt, das bei ihnen in Auftrag gegeben wird, kreieren sie eine besondere Atmosphäre, die dazu beiträgt, dass  der Auftritt immer anders, ganz persönlich und einzigartig ist. Alle Möglichkeiten werden ausgeschöpft, von einfacher Percussion bis hin zu modernsten und ausgefallenen elektronischen Musikkompositionen. Immer wählen sie besonders beeindruckende Kostüme, und sie setzen eine Show in Szene, die niemanden unberührt lässt. 

 

Man kann sich gut vorstellen, dass Kio und Andrey nicht alleine „kreieren“. Zwar entwickeln sie die Ideen und Horizonte, aber danach arbeiten sie Seite an Seite mit einem wechselnden Team, das eine lange Erfahrung in der Welt der Kreativität und der künstlerischen Umsetzung hat. So erreichen sie, dass jedes ihrer Projekte zu einem großen Erfolg wird und einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Sowohl auf technischer und künstlerischer als auch auf professioneller Ebene. Rachel Robertson zum Beispiel beschäftigt sich mit dem internationalen Management sowie der Entwicklung von Aktionen und speziellen Projekten für Firmen und Kommunen. Laura Estradé kümmert sich um die Produktion und die Künstler, die man für jede Show benötigt. Paula Taboada ist für die Kommunikation zuständig, Susana Morales für die Kostüme, Accessoires und die Requisiten. Jesús Cobos und Josep Romero entwickeln die Choreografien und führen Regie beim Auftritt der Künstler.



Kio ist 1968 geboren, seit seinem 12. Lebensjahr spielt er Gitarre und komponiert Songs, zudem hat er in verschiedenen Gruppen gespielt, wie „Tropel Nat” (2 veröffentlichte Schallplatten, 1989 und 1992) und „Malako” (1 veröffentlichte Schallplatte, 1994). Sein neuestes musikalisches Projekt ist die „Milky Way Band” (2011). 1996 kam er auf die Idee, alternative und innovative Bühnenshows mit professionellen Aktivitäten zu kombinieren, aus diesem Anlass gründete er die Firma „DecoliflorArts, Constructores de Fantasías”. Unter diesem Namen begann er, originelle Unterhaltungsshows für diverse Clubs und alle möglichen Kulturfestivals zu organisieren. Imagination und Science Fiction waren dabei seine Hauptzutaten. Auf diese nach wie vor erfolgreiche Formel, diesen ersten Samen, ist „Sintonizart” aufgebaut. 2010 wurden Kio und sein momentanes Team beim „Eventoplus“, dem größten spanischen Eventkongress, für die beste Animation und Show mit dem ersten Preis belohnt. Eine Auszeichnung für ihre exzellente Arbeit im Bereich der künstlerischen und avantgardistischen Kreation.



Der facettenreiche Künstler Kio lernte Ibiza 1997 kennen, gemeinsam mit seinem Team arbeitet er damals für die bekannten Clubs Amnesia, Es Paradís und Privilege. In den folgenden Jahren vertiefte er seine Beziehung zur Insel, kollaborierte bei diversen Projekten, wie zum Beispiel dem MTV Ibiza Festival, wo er mit seiner berühmten Laser-Show „El hombre bola” begeisterte. Gerne erinnert er sich auch an das „Kumharas Concept“, das jeden Sonntag im Gala Night in Sant Antoni zu sehen war, eine Initiative, bei dem Insulaner in die Performance mit einbezogen wurden und bei der diverse einheimische Künstlergruppen mitwirkten. Auf der Insel schien alles im natürlichen Fluss zu sein, deshalb entschied er sich im Jahr 2000, ganz nach Ibiza zu ziehen. Er gibt zu, dass ihm die Großstadt Barcelona, wo er sich sogar von der Partei „Otra democracia es posible” zur Bürgermeisterwahl aufstellen ließ, zunehmend die Luft zum Atmen nahm. Auf Ibiza lernte er einfache Dinge schätzen, wie die Seebrise, das kristalline Meer vor den Stränden der Insel, die rote Erde eines gerade gepflügten Ackers, das frische Aroma von Zitronen und die zarte Schönheit der Mandelblüten. Nicht zu vergessen die Sonnenuntergänge, die den Himmel und den weiten Horizont in orangefarbenes Licht tauchen. Kio reist viel, um überall auf der Welt neue Shows und künstlerische Tendenzen kennen zu lernen. Er arbeitete an unterschiedlichsten Plätzen des Planeten, wie in der Ukraine, Deutschland, der Tschechei, Holland, Italien, Russland, Portugal, Angola, Libanon, Mexiko, Japan oder den USA. Im amerikanischen Bundesstaat Nevada sollte übrigens jeder, wenigstens einmal im Leben, das Festival „Burning Man” besuchen, empfiehlt er. (www.burningman.com)

 

Aber Ibiza ist und bleibt sein Zufluchtsort. „Ibiza hat alles“, sagt er überzeugt, „hier relaxe ich und fühle mich der Natur nah. Die Insel ist ein magischer Platz, an dem die Zeit langsamer zu laufen scheint, in einem menschlicheren Rhythmus, mit intensiveren und ehrlicheren Gefühlen.“