AUSGABE: August - Oktober '08

LEBEN MIT DER KRAFT DES MONDES












Immer fit und allzeit bereit – das Leistungsdiktat der Moderne lässt kaum Platz für schwache Momente. Damit arbeitet der Mensch oft gegen seine wahren Bedürfnisse, die natürlichen Schwankungen unterliegen: Er benötigt Spannung und Entspannung, Hingabe und Rückzug, Aktion und Ruhe.

Von der Tragik der Erdbewohner unbeirrt, zieht der Mond seit Urzeiten seine Bahnen, sorgt für Gleichgewicht, Schwingung und Rhythmus der Natur. Er ist die treibende Kraft der Gezeiten, des ewigen Spiels von Ebbe und Flut. Er lädt auch die Menschen ein, seiner Bewegung zu folgen, was sie früher noch stärker erkannten: Schon vor Jahrhunderten beobachteten sie, dass Wachstum, Frucht-barkeit und Gesundheit in hohem Maße vom Stand des Mondes beeinflusst werden. Es ist ein sehr altes Wissen, das in einigen Familien von Generation zu Generation weiter gegeben wurde.










MONDPHASEN UND ANWENDUNG IM ALLTAG 
Neumond





Wenn der Mond auch am wolkenlosen Nachthimmel nicht mehr erscheint, spricht man von Neumond. Er ist dann ganz verdunkelt, weil er fast genau zwischen Sonne und Erde steht.

Der Neumond ist ein idealer Starttermin, um schlechte Gewohnheiten los zu werden. Das kann das Rauchen oder Trinken sein, aber auch eine unerwünschte Eigenart wie Verschlafen oder Unpünktlichkeit.




Zunehmender Mond





Bald darauf beginnt eine leuchtende Sichel am Nachthimmel zu wachsen, die nach links geöffnet ist. So zeigt sich der zunehmende Mond, eine Phase, in der Mensch und Natur ihre Kräfte sammeln können. Es ist eine Zeit, um durchzuatmen, innezuhalten und neue Pläne zu schmieden. Der Körper kann sich jetzt besonders gut erholen und kräftigen. Er nimmt aber auch schneller an Gewicht zu, und die Heilungsprozesse von Verletzungen verzögern sich.




Den zunehmenden Mond sollten Menschen möglichst als Schonzeit und zur Besinnung nutzen. Bei zunehmendem Mond steigen die Säfte wieder mehr. Dies ist der beste Zeit für die Saat von oberirdisch wachsenden Pflanzen.

Vollmond





Der Mond wandert dann aus dem Erdschatten heraus, bis er der Sonne ganz gegenüber steht: Als Vollmond zeigt er sich für kurze Zeit in seiner ganzen Größe, bescheint die Erde mit einem magischen Licht. Das weckt starke Gefühle, in jeder Hinsicht. Die Sehnsucht nach Abenteuer und Romantik wächst. Sensible Menschen werden unruhiger und nervöser, reagieren mit Schlafstörungen.

Über chirurgische Eingriffe (außer Notoperationen) heißt es: Je näher am Vollmond, desto ungünstiger.




Abnehmender Mond





Dann nähert sich das leuchtende Rund wieder der Erde, um ihren Schatten langsam in sich aufzunehmen. Die Sichel ist nun nach rechts geöffnet. Sie wird von Tag zu Tag schmaler, bis sie bei Neumond wieder ganz verschwindet. Jetzt entfalten sich Kraft und Energie am besten, körperliche und geistige Höchstleistungen gelingen müheloser. Der Körper kann optimal Abnehmen, Entschlacken und Entgiften, und seine Wunden verheilen schneller.




Wenn der Terminplan es zulässt, sollten anstrengende Alltagsarbeiten mehr bei abnehmendem Mond verrichtet werden, zum Beispiel Bau- und Renovierungsmaßnahmen. Das gilt auch für Hobbies, die viel Energie kosten. Auch der Großputz und alles, was sonst noch mit Reinigung, Ausschwemmen und Entziehen zu tun hat, ist in dieser Phase besser aufgehoben.

Bei der Garten- und Feldarbeit ist der Rhythmus umgekehrt: Mutter Erde „atmet“ bei abnehmendem Mond ein und ist dann besonders aufnahmefähig, die Säfte ziehen mehr zur Wurzel. Gemüse, das unter der Erde wächst, gedeiht besonders gut, wenn es jetzt gesät wird.

Chirurgische Eingriffe sollten möglichst bei abnehmendem Mond stattfinden. Dazu zählen auch das Ziehen von Zähnen, das Einsetzen von Plomben, Brücken und Kronen.









Experten raten, das Leben zumindest nach den großen Mondphasen auszurichten, damit es harmonischer und stressfreier verläuft.


DER MOND IN DEN TIERKREISZEICHEN
Neben den Mondphasen spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel die Astrologie: Der Mond wandert in 28 Tagen um die Erde. Dabei durchläuft er alle zwölf Sternbilder und verweilt jeweils für 2 1/2 Tage in einem Zeichen. Das soll seinen Impulsen noch einen bestimmten Charakter verleihen. Auch der Stand des Mondes im gesamten Jahresverlauf ist entscheidend: Zwischen der Winter- und der Sommersonnenwende steigt der Erdtrabant auf. Es ist die erste Jahreshälfte, geprägt von Wachstum und Ausdehnung. Zwischen Juni und September steigt er dann wieder ab, und seine Kräfte bestimmen Reife und Ernte.

Das Leben nach dem Mondkalender ist also eine kleine Wissenschaft für sich. Wer es in vollem Umfang ausschöpfen möchte, kann in Fachbüchern und Mondkalendern Genaueres erfahren.