AUSGABE: Dezember - Februar 2011

Des Menschen bester Freund - SICH UM DAS HAUSTIER KÜMMERN

Text: Ruth Osborn
Haustiere können eine wunderbare Rolle in unserem Leben spielen, als großartige Wegbegleiter für alte Menschen oder super Spielkameraden für die Kleinen. Sie bereiten uns viel Vergnügen, Spaß und Freude. Außerdem können Haustiere Stress reduzieren und unser emotionales Wohlbefinden verbessern. Wie jedes andere Familienmitglied brauchen sie Aufmerksamkeit und Pflege, damit sie ein glückliches und gesundes Leben führen können. Ibicasa sprach mit Nicole Wallner (Tierärztin in der „Ibican“ Tierarztpraxis) darüber, wie wir uns am besten um sie kümmern, und worauf wir im Winter und bei älteren Tieren besonders achten müssen.
 
Sollen unsere Haustiere gesund bleiben, müssen wir viel Verantwortung übernehmen. Je nach Art des Tieres gibt es spezielle Dinge, die wichtig sind. Wir sollten dafür sorgen, dass unsere treuen Freunde eine ausgewogene, auf ihre Bedürfnisse angepasste Ernährung erhalten. Ihr Fell sollte gepflegt sein, und ihr Schlafplatz komfortabel und warm. Und sofern möglich, sollten sie ein spezielles Training erhalten und sozial eingebunden werden.
 
Obwohl die Wintermonate auf Ibiza im Vergleich zu Nordeuropa mild sind, sinken die Temperaturen mit Abnahme der Tageslichtstunden. Unsere Haustiere fühlen diesen Unterschied ebenso wie wir. Vergewissern Sie sich, dass der Schlafplatz im Haus warm und nicht zugig ist. Bei einem Spaziergang müssen die Tiere gegebenenfalls einen Kälteschutz tragen. An besonders frostigen Tagen sollten Sie darauf achten, dass Ihrem Haustier nicht kalt wird. Im Haus sollten Sie die diversen Heizungssysteme immer im Blick haben, denn ihre Haustiere werden sich von der Wärme angezogen fühlen. Gehen Sie sicher, dass Schwänze oder Pfoten nicht mit Flammen, Heizspiralen und anderen heißen Oberflächen in Berührung kommen können, so dass sich Ihre Tiere nicht verbrennen – oder Wärmequellen umstoßen, wodurch das gesamte Haus gefährdet werden könnte.
 
Mit älteren Haustieren sollten Sie im Winter besonders sorgsam umgehen, vor allem wenn sie an Arthritis leiden. Denn die Kälte kann ihre Gelenke unbeweglich und weich machen. Gestalten Sie ihre Umgebung so, dass sie sich besser bewegen können, helfen Sie ihnen beim Treppensteigen, achten Sie darauf, dass der Schlafplatz kuschelig und in einem warmen Raum untergebracht ist. Wenn ihre Haustiere älter werden, brauchen sie, ebenso wie der Mensch, regelmäßige Bewegung (denn sie können nicht mehr so schnell rennen oder springen wie früher). Denn Bewegung unterstützt die Beweglichkeit der Gelenke und sie trägt dazu bei, den allgemeinen Gesundheitszustand und das Gewicht stabil zu halten. Zudem benötigen sie regelmäßige tierärztliche Kontrolluntersuchungen, zweimal jährlich wäre empfehlenswert. So können aufkeimende Krankheiten rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Und abschließend sollte man natürlich nicht vergessen, dass alle Tiere, egal, in welcher Jahreszeit und in welchem Alter, ganz viel Liebe benötigen.