AUSGABE: Februar - April '08

BIOLOGISCHE NAHRUNGSMITTEL






Seinerzeit, in den Neunziger Jahren, war ich wochenlang damit beschäftigt, meine Wände mit Paprikasauce und Schokolade vollzuspritzen, denn ich versuchte mühselig, Rezepte für mein geplantes „Englands erstes absolut ökoligisches Restaurant“ zu kreieren. Durch das Eliminieren von Pestiziden aus meinem Speiseplan war ich eine chronische Krankheit losgeworden, sah zehn Jahre jünger aus und war so energiegeladen, dass ich hätte Bäume aussreißen können!
Nur ein Jahrzehnt später floriert der Verkauf von Bio- oder Öko-Produkten in vielen Teilen Europas – und offensichtlich zurecht: Öko-Bauern und -Viehzüchter betreiben artgerechte Tierhaltung, der routinemäßige Einsatz von Chemikalien und Antibiotika wurde eingeschränkt, und durch sorgfältige Bodenbearbeitung werden weit mehr Lebensmittel produziert, die reich an Mineralien, Antioxidantien und Phytochemikalien (lebenswichtige Mikroorganismen) sind. Ob Sie nun für die Erde oder nur für sich selbst etwas Gutes tun wollen, sollten Sie sich das genau überlegen.









Besonders deswegen, weil Pestizidrückstände inzwischen so weit verbreitet sind, dass sie nachgewiesen wurden in:
• 85% des in englischen Schulen verzehrten Obstes und Gemüses.
• Dem Nabelschnurblut von Eskimobabys am Nordpol.
• Pinguinen am Südpol.
• In einem großen Teil unseres Trinkwassers.







Fast 99% der in den USA von Flugzeugen versprühten Pestizide erreichen gar nicht ihr eigentliches Ziel, sondern vergiften sowohl die Umwelt als auch viele andere – unbefallene Arten – und uns Menschen gleich mit dazu.








Auch die Überdosierung von Antibiotika durch routinemäßiges Verabreichen bei Nutztieren, um nicht artgerechte Massentierhaltung zu kompensieren, hat zur Entwicklung von extrem resistenten Organismen geführt, die sich auf den Menschen übertragen können und nur sehr schwer, wenn überhaupt zu behandeln sind. 25% der meist tödlich verlaufenden Fälle von SARM in holländischen Krankenhäusern rühren von der Massentierhaltung her – mit wachsender Verbreitung in großen Teilen Europas.





Die Erzeugung ökologisch einwandfreier Lebensmittel ist unbestreitbar teurer. Die Frage ist nur, ob sie das auch „wert“ sind. Lohnt es sich denn wirklich, Geld für die Gesundheit auszugeben oder soll man weiterhin Körper und Planeten vergiften und das Geld besser in ein neues Outfit investieren?








Wenn es tatsächlich am Geld scheitern sollte, könnte man sich zunächst einmal auf die Lebensmittel konzentrieren, die nur unwesentlich teurer sind, wie z.B. Getreide, Mehl und Hülsenfrüchte. Hiervon Großpackungen zu kaufen ist weitaus preisgünstiger, und das Säckeschleppen stärkt außerdem die Muskeln.





Auf einer kleinen Insel wie Ibiza ist es nicht schwierig, direkt beim Bauern zu kaufen – das spart Geld und durch die kurzen Anfahrtswege auch CO2-Emissionen, – noch besser sogar, wenn man gleich zu mehreren in der Gruppe einkauft. .

Sinnvoll ist es auch, stark belastete Lebensmittel vollständig zu meiden oder bei diesen Produkten ausschließlich ökologisch angebaute Produkte zu verzehren. Tests an mehr als 50.000 Lebensmittelproben zeigen, dass Fleisch- und Milchprodukte die meisten Pestizidrückstände aufweisen, gefolgt von Erdbeeren, Pfirsichen, Nektarinen, Tafeltrauben, Äpfeln, Birnen, Kirschen, Paprika, Spinat, Kartoffeln und Salat.

Geringer belastet sind in der Regel: Mangos, Ananas, Kiwis, Bananen, Avocados, Zwiebeln, Mais, Erbsen, Spargel, Kohl, Brokkoli und Auberginen.








Die US-amerikanische Environmental Working Group empfiehlt, den Verzehr der 12 am meisten belasteten Obst- und Gemüsesorten zu meiden, und statt dessen zu den 12 am geringsten belastetn Sorten zu greifen. Auf diese Weise lässt sich die Aufnahme von 90% der Pestizide verhindern.





Nachstehend ist eine Liste der Orte aufgeführt, an denen Sie Bio-Produkte kaufen können:



BIOLÄDEN:
Mr. Natural: 971 302 706 (Ibiza)
Pranathy: 971 339 999 (Santa Eulària)
Sa Fruiteria Ecológica (Mercado viejo - Ibiza)
Savia: 971 390 619 (Ibiza)
S’Hortet Verd: 971 308 030 (Sant Jordi)

GESCHÄFTE (mit Ökoabteilung):
Can Curuné (Ctra. Sant Joan)
Can Partit (Santa Gertrudis)
Can Salvado (Sant Miquel)

BAUERNHÖFE:
Can Graó: 651 135 193 (Sant Rafel)
Can Parades: 971 334 212 (Sant Miquel)
Ca Na Berri: 670 030 902 (Sant Jordi)
Finca Ecológica Sa Torre Des Xebel·lins (Ctra. Ibiza - Sta. Eulària

LIEFERUNG FREI HAUS:
Sa Fruiteria Ecológica (Mercado viejo - Ibiza)
Sa Torre Des Xebel·lins (Ctra. Ibiza - Sta. Eulària)
The Flying Aubergine: 655 070 078