AUSGABE: Oktober - Dezember '07

GARTEN: UMTOPFEN

Vicente Cleries









Wenn man eine Pflanze in einen etwas größeren Behälter umtopft, sind einige Dinge zu beachten, wie z. B. die Größe des Blumentopfs, der nicht so klein sein darf, dass man den Wurzelballen zu sehr einkürzen muss, noch zu groß, denn dann entspräche er nicht dem Größenverhältnis und der Entwicklung der Pflanze.














Man muss daran denken, dass die Pflanze vom engen Raum innerhalb des Blumentopfs begrenzt wird. Daher muss man ihr eine gut durchgearbeitete Mischung aus Humus, Torf, Rinde, Kunst- und organischem Dünger zugeben, damit das vorbereitete Substrat den Bedürfnissen jeder Pflanze genau entspricht.

Der Boden und seine Bewässerung










Die Gärtnereien verkaufen vorbereitete Erde für jede Pflanze. Wenn man die Mischung selbst herstellt, darf man die Menge an Dünger nicht überschreiten, denn zuviel davon würde die Wurzeln der neuen Pflanze verbrennen. Es ist ratsam, weniger als 3% der Mischung hinzuzugeben.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt nach dem Umtopfen ist das Angießen. Zunächst muss ordentlich gewässert werden, und zwar so lange, bis man das überschüssige Wasser durch das Abflussloch rinnen sieht, das man zuvor mit Drainagekieseln vorbereitet hat, damit es die Erde nicht verstopft.
















Kaum zu glauben, aber letzte Woche kamen zwei Kunden, die mir erzählten, ihr Ficus Benjamina habe nach dem Umtopfen die Blätter verloren. Das ist darauf zurückzuführen, dass nach dem Umtopfen nur oberflächlich angegossen und nicht die gesamte Erde, in der sich der Wurzelballen befindet, intensiv gewässert wurde. Das Substrat sog sich mit der Restfeuchte der Pflanzenwurzeln voll, und der gegenteilige Effekt trat ein. Die Pflanze verlor Feuchtigkeit und vertrocknete. Dadurch entstand der Blattverlust und, ganz klar, der sehr schwierige Rückfluss, denn die Kapillaren trocknen aus, schließen sich, und anschließend kann die Pflanze über die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen und den Blättern zuführen, egal wie viel man gießt.

Dies gilt ebenso für das Pflanzen von Bäumchen. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen: Wenn man einen Jungbaum pflanzt und es beginnt zu regnen, sollte man sich nicht darauf verlassen. Man muss ein großes Pflanzloch ausheben und mit zwei Eimern Wasser angießen. Wenn Sie das beachten, werden Sie nicht dasselbe Desaster erleben wie meine beiden Kunden letzte Woche.