AUSGABE: Juli - September 2020

Ein neuer Anstrich für Ihr Zuhause

Von Jerome Allen
Falls Sie vorhaben, die Wände in Ihrem Zuhause mit einer frischen Farbschicht zu verschönern, könnte die überwältigende Auswahl an Wandfarben Verwirrung stiften. Lassen Sie uns einen Blick auf die unterschiedlichen Farben werfen, die auf dem Markt sind, und sehen, wie man sie verwendet. Zuerst einmal müssen wir unterscheiden zwischen Farben, die auf Öl oder Wasser basieren. Als Grundregel gilt, dass Farben auf Öl-Basis haltbarer sind als Wasserfarben, außerdem verleihen sie den Flächen ein gleichmäßigeres Aussehen. Dafür trocknen Wasserfarben schneller und Pinsel und Flecken sind leicht mit Wasser und Seife zu säubern und zu entfernen. Für Ölfarben dagegen benötigt man chemische Lösungsmittel. Farben auf Wasserbasis sind gut geeignet für Flächen, die keiner großen Abnutzung ausgesetzt sind, wie Wände oder Decken. Farben auf Öl-Basis taugen für Flächen, die stärker beansprucht werden, wie beispielsweise Außenwände, Böden, Türen, dekorative Elemente oder Möbel. Noch dauerhafter sind Lackfarben, die nach dem Trocknen noch resistenter sind. Früher basierten fast alle Lackfarben auf Öl, doch heute gibt es sie auch auf Wasserbasis.



Alle Farben sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich, von sehr sanftem bis zu starkem Glanz. Die am wenigsten glänzenden Farben sind unter der Bezeichnung „matt“ im Angebot, sie sind ideal für Wände oder andere Flächen, denen man einen sanfteren Look verleihen möchte. Die besonders glänzenden Farben sind mit „brillante“ gekennzeichnet, sie können in Küchen und Bädern verwendet werden, da sie sehr widerstandsfähig und leicht zu reinigen sind. Ein Mittelding sind die Farben der Kategorie „satinado“, die mehr Glanz als die matte Version haben, aber nicht ganz so strahlend wie die brillanten Farben sind. Sie sind ein guter Kompromiss, weil sie resistent sind, aber nicht allzu sehr glänzen und das Licht reflektieren.

Für das Streichen von Außenwänden benötigen Sie Spezialfarben für Außenbereiche. Einige Farben eignen sich zwar für innen und außen, doch für Außenwände sollten Sie eine richtige Außenfarbe verwenden, da diese besser deckt und länger hält. Egal, ob draußen oder drinnen, es könnte sein, dass Ihre Wände vorgestrichen werden müssen. Durch den Voranstrich wird die Oberfläche versiegelt und der Zweitanstrich haftet besser. Vorgestrichen werden sollten ganz neue Wände, aber eine Grundierung ist auch hilfreich, um Farbveränderungen zu vermeiden, wenn die Farbe auf einer alten Farbschicht aufgetragen wird. Sollte die bereits existente Wandfarbe der neuen im Ton gleichen, ist meist kein Voranstrich notwendig. Aber wenn Sie eine helle Farbe auf einer dunklen auftragen wollen, ist ein Voranstrich empfehlenswert.


„Farbe gibt es in einer Vielzahl von Farben, Glanz und Beschaffenheit”

Bei der Auswahl der Farbtöne haben Sie ein unendlich erscheinendes Angebot. Viele Geschäfte für Malereibedarf haben Farbmischautomaten, die genau die Farbnuancen herstellen können, die Sie sich wünschen. Egal, um welche Art der Farbe es sich handelt. Es gibt Farbkarten, auf denen viele Töne der einzelnen Farbgruppen gelistet sind. Das Gerät mischt die entsprechenden Farben und schüttelt sie solange, bis sie perfekt gemischt und einsatzbereit sind. Als nächstes müssen Sie Pinsel und Rollen kaufen. Für die meisten Arbeiten in Innenräumen und für kleinere Arbeiten im Außenbereich sind große Pinsel am besten geeignet, da sie leichter zu handhaben sind. Aber Sie sollten auch einige kleinere Pinsel für die Detailarbeiten an Rändern und in Ecken besorgen. Sollten Sie Außenwände streichen wollen, sind Rollen arbeitssparender und schneller. Wer kein begeisterter Heimwerker ist, kann natürlich auch einen professionellen Maler engagieren, der das Streichen weitaus schneller und ohne großes Aufheben erledigt.